New Work

Ein Feiertag für die Arbeiterbewegung – diese Idee stößt in der Weimarer Nationalversammlung 1919 nicht bei allen Parteien auf Begeisterung. Die Mitglieder der Versammlung einigten sich darauf, den 1. Mai 1919 „dem Gedanken des Weltfriedens, des Völkerbundes und des internationalen Arbeiterschutzes“ zu weihen und verabschieden ein entsprechendes Gesetz. Der 1. Mai ist damit erstmalig im Jahr 1919 ein gesetzlicher Feiertag. Seitdem hat sich aber die Arbeit grundlegend verändert. Globalisierung und Digitalisierung fordern neue Konzepte und New Work ist eins davon. Wir nehmen heute den Tag der Arbeit zum Anlass, um das Thema genauer zu erklären, zu zeigen wie wir von MeetNow! New Work umsetzen und Ihnen vielleicht den ein oder anderen Denkanstoß zu geben. Eventuell ist ja New Work auch ein Thema für Ihr Unternehmen?
Mobiles Arbeiten am Laptop

Was ist eigentlich New Work?

Haben Sie schon einmal etwas von “New Work” gehört? Nein? Dann sind sie damit nicht allei­ne. In einer Studie aus dem Jahr 2022 gaben über 60 % der Befrag­ten in Deutsch­land an, den Begriff “New Work” noch nie gehört zu haben. Nur 12% aller Teilneh­mer waren sich seiner genau­en Bedeu­tung bewusst. Dabei ist New Work heute allge­gen­wär­tig und teilwei­se schon ein fester Bestand­teil des Arbeits­all­tags vieler Arbeit­neh­mer, den meisten jedoch eher unter Begrif­fen wie Homeof­fice, Mobiles Arbei­ten oder Digita­li­sie­rung der Arbeits­welt bekannt. 

Der Trend­be­griff New Work, bezeich­net ein neues Verständ­nis von Arbeit, welches vor allem im Zusam­men­hang mit der zuneh­men­den Digita­li­sie­rung immer mehr an Stellen­wert gewinnt. Flexi­bi­li­tät, Selbst­be­stim­mung, Verant­wor­tung und Teamwork bilden die zentra­len Ansät­ze von New Work. Der immer stärker in den Vorder­grund rücken­de Stellen­wert dieser flexi­blen Arbeits­form führt dazu, dass auch das Arbeits­sys­tem und die Unter­neh­mens­struk­tur angepasst werden müssen, indem z.B. den Mitar­bei­tern die Möglich­keit gegeben wird, selbst­be­stimmt etwa über die Arbeits­zeit oder den Arbeits­ort entschei­den zu dürfen. Doch wie hängt die Digita­li­sie­rung mit diesem neuen Arbeits­kon­zept zusam­men, welche Chancen oder auch Hinder­nis­se bringt es mit sich und nicht zuletzt, welche Voraus­set­zun­gen bzw. Vorbe­rei­tun­gen muss ein Unter­neh­men treffen, um dieses Konzept auch bei sich erfolg­reich etablie­ren zu können und wie sieht es bei uns von MeetNow! hinter den Kulis­sen aus? 

Die Digitalisierung spielt eine große Rolle

Die Trans­for­ma­ti­on der Arbeits­welt hat verschie­de­ne Gründe. Fortschrei­ten­de Digita­li­sie­rung hat dabei einen wesent­li­chen Anteil an der Entste­hung und Verbrei­tung derar­ti­ger alter­na­ti­ver Arbeits­for­men. Orts- und zeitfle­xi­bles Arbei­ten wird durch den zuneh­men­den Gebrauch von digita­len Geräten und Medien ermög­licht. Digita­le Platt­for­men für Unter­neh­mens- und Projekt­kom­mu­ni­ka­ti­on fördern neue Formen der Kolla­bo­ra­ti­on und Parti­zi­pa­ti­on. 

Die Corona-Krise hat uns nicht nur vor Augen geführt, wie viele Berei­che des öffent­li­chen und gesell­schaft­li­chen Lebens stark von der Digita­li­sie­rung geprägt oder gar abhän­gig sind, sondern auch zu deren weite­rem Vormarsch beigetra­gen. Neben den Dingen des alltäg­li­chen Lebens sind natür­lich auch Wirtschaft und Indus­trie diesem starken Wandel unter­wor­fen. IoT, das Inter­net der Dinge, Indus­trie 4.0 oder disrup­ti­ve Techno­lo­gien, also Innova­tio­nen, die eine bereits bestehen­den Techno­lo­gie, Produkt oder Dienst­leis­tung erset­zen oder diese vollstän­dig vom Markt verdrän­gen, stehen nun im Mittel­punkt, denn sie alle verei­nen Innova­ti­on, Konnek­ti­vi­tät und den digita­len Wandel.

Chancen und Herausforderungen

Neben vielen positi­ven Eigen­schaf­ten und daraus resul­tie­ren­den Chancen, die sich aus der Umset­zung von New Work ergeben, stehen demge­gen­über aber auch Heraus­for­de­run­gen und Schwie­rig­kei­ten, welche den Unter­neh­men und ihren Arbeit­neh­mern begeg­nen können.

Chancen:

  • Work-Life-Blending erlaubt eine besse­re Verein­bar­keit von Beruf und Privat­le­ben.
  • Mit dem Arbei­ten im Homeof­fice wird viel Zeit gespart, da lange Arbeits­we­ge wegfal­len. 
  • Im Homeof­fice gibt es i.d.R. weniger Ablen­kung und Arbeits­un­ter­bre­chun­gen als im (Großraum)-Büro.
  • Verkürz­te Kommu­ni­ka­ti­ons­we­ge durch digita­le Techno­lo­gien und Medien. 
  • Wichti­ge Kompe­ten­zen wie Organi­sa­ti­ons- und Kommu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit sowie Zeitma­nage­ment und Selbst­stän­dig­keit werden geför­dert.
  • New Work kann bei vielen Mitar­bei­tern für zusätz­li­che Motiva­ti­on, Raum für Kreati­vi­tät, Innova­ti­ons­kraft und Produk­ti­vi­tät sorgen.
  • Die selbst­ge­wähl­te Arbeits­um­ge­bung lässt sich indivi­du­ell besser anpas­sen als der Arbeits­platz beim Arbeit­ge­ber. 
  • Länge­re Auszei­ten für Selbst­fin­dung und persön­li­che Entwick­lung (Sabba­ti­cals).

Herausforderungen

  • Es bedarf einer gewis­sen Offen­heit und dem Umden­ken aller Mitar­bei­ter inner­halb des Unter­neh­mens, da die Umset­zung sonst nicht konse­quent und produk­tiv erfol­gen kann.
  • Eine überhas­te­te Umset­zung, ohne zielfüh­ren­de Organi­sa­ti­on und Koordi­na­ti­on der Teams, kann wegen mangeln­der Struk­tur und Kommu­ni­ka­ti­on die Produk­ti­vi­tät und Innova­ti­ons­kraft senken.
  • Die Umstel­lung von  der klassi­schen Arbeits­um­ge­bung zu stark techno­lo­gi­schen Neuerun­gen mit neuen Tools und Platt­for­men kann für einzel­ne Mitar­bei­ter eine Heraus­for­de­rung darstel­len.
  • Für örtlich flexi­bles Arbei­ten muss die notwen­di­ge Hard- und Software vorhan­den sein, was zu zusätz­li­chen Ausga­ben führen kann.
  • Die Umstel­lung von festen Hierar­chien auf stärker selbst­be­stimm­tes Arbei­ten kann zu Überfor­de­rung führen. 
  • Durch das Arbei­ten im Homeof­fice kann man den Anschluss an die Kolle­gen im Büro verlie­ren und sich vom Team abgeschnit­ten fühlen. 
  • Work-Life-Blending kann Selbst­aus­beu­tung begüns­ti­gen (z.B. infor­mel­le Überstun­den), wenn es an Selbst­dis­zi­plin mangelt.

Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Umsetzung gegeben sein?

Wir wissen nun, welche Chancen oder auch Heraus­for­de­run­gen New Work bietet. Selbst­ver­ständ­lich spielt die Unter­neh­mens­kul­tur bei der Entschei­dung der Umset­zung oder Nicht-Umset­zung dieser moder­nen Arbeits­wei­se eine tragen­de Rolle. Wenn sich ein Unter­neh­men jedoch entschließt das New Work Konzept zu reali­sie­ren, müssen vor der Umset­zung noch einige Voraus­set­zun­gen erfüllt und ggf. neu geschaf­fen werden. 

An erster Stelle steht immer eine intak­te und funktio­na­le IT-Infra­struk­tur. Neben in den meisten Unter­neh­men gängi­gen Geräten, wie einem Laptop, Tablet oder Firmen Telefo­nen müssen noch weite­re Rahmen­be­din­gun­gen für die digita­le Kompe­tenz der Arbeit­neh­mer vorhan­den sein. Entspre­chen­de Software für Video­kon­fe­ren­zen, einheit­li­che Arbeits­ober­flä­chen und ein von überall zugäng­li­ches Firmen­netz­werk mitsamt inter­nen Kommu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten sind von großer Bedeu­tung für einen reibungs­lo­sen Arbeits­ab­lauf. Auch die Einfüh­rung smarter Bürokon­zep­te, wie Co-Working-Spaces oder Desks­ha­ring können neue Möglich­kei­ten zur Gestal­tung einer locke­ren Arbeits­um­ge­bung schaf­fen. 

Nicht zu verges­sen, muss auch die inter­ne Arbeits­me­tho­dik überar­bei­tet und in eine agile, New Work kompa­ti­ble Richtung gelenkt werden. Das Ziel dabei ist, die Projekt­ent­wick­lung flexi­bler und schlan­ker zu machen. Eine agile Arbeits­wei­se und Arbeits­ge­stal­tung sind wichtig, um schnell und präzi­se auf Verän­de­run­gen, wie bspw. sich ändern­de Kunden­an­fra­gen oder spontan aufkom­men­de Schwie­rig­kei­ten im Projekt­ab­lauf reagie­ren zu können. Die Verant­wor­tung verla­gert sich hierbei zum Teil weg vom Manage­ment, hin zu den Arbeits­teams und wird auf diese verteilt. So kann schnel­ler und flexi­bler vonsei­ten der Projekt­teams agiert werden. Zugleich fühlen sich die Mitar­bei­ter wertge­schätzt, motiviert und bereit, etwas im eigenen Unter­neh­men bewegen zu können. Agile Metho­den fördern die Kolla­bo­ra­ti­on und Parti­zi­pa­ti­on, einen offenen Umgang mit kriti­schen Themen, die Fähig­keit zur Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on von Teams, eine stärke­re Betei­li­gung der Mitar­bei­ter und schaf­fen somit eine hierar­chie­über­grei­fen­de, offenen Kommu­ni­ka­ti­on.

New Work bei MeetNow!

Bei MeetNow! ist der Begriff New Work längst fester Bestand­teil des Arbeits­all­tags. All unsere Mitar­bei­ter können mobil und flexi­bel arbei­ten — egal, ob Büro, Zuhau­se oder unter­wegs. Damit möchten wir ihnen ermög­li­chen, sich Arbeits­zeit und ‑ort je nach Lebens­si­tua­ti­on auszu­su­chen. Bei uns wird dafür jeder Mitar­bei­ter mit entspre­chen­der Hard- und Software ausge­stat­tet. Grund­vor­aus­set­zung ist eine existie­ren­de Inter­net­ver­bin­dung, die es durch die Arbeits­wei­se mit der Cloud jedem ermög­licht von überall aus mitzu­ar­bei­ten. Damit wir den sozia­len Bezug zuein­an­der im virtu­el­len Raum nicht verlie­ren, legen wir hohen Wert auf eine offene, inter­ne Kommu­ni­ka­ti­on. 

Blicken wir dazu mal kurz hinter die Kulis­sen von MeetNow!: Für die tägli­che Kommu­ni­ka­ti­on stehen uns eine handvoll wichti­ger Tools zur Verfü­gung. Unsere zwei wichtigs­ten sind wohl Slack und Google Meet. Letzte­res wird, wie der Name schon verrät, für unsere Online Meetings verwen­det. Das ein oder andere Mal kann es dann schon­mal vorkom­men, dass auch der Nachwuchs oder Haustie­re im Hinter­grund  Teil des Meetings werden. Dabei bespre­chen wir nicht nur die tägli­chen To-Do’s, sondern tauschen uns auch mal über priva­te Dinge und Freizeit­ak­ti­vi­tä­ten aus. Der norma­le Klatsch an der Kaffee­ma­schi­ne eben. Slack dagegen wird für die ständi­ge Kommu­ni­ka­ti­on einge­setzt. Vom Teilen diver­ser Dokumen­te und Datei­en, über Chat Nachrich­ten, GIFs, Telefo­nie und sogar auch Sprach­nach­rich­ten ist alles dabei. 

Neben dem flexi­blen Arbei­ten gibt es noch weite­re Aspek­te von New Work, die sich in unserer Unter­neh­mens­kul­tur wieder­fin­den. Als Unter­neh­men setzen wir auf flache Hierar­chien und die Freiheit, die Arbeit nach den eigenen Bedürf­nis­sen und Wünschen gestal­ten zu dürfen. Dabei legen wir weniger Wert auf den klassi­schen Führungs­stil, sondern geben unseren Mitar­bei­tern Mitspra­che­recht bei Entschei­dun­gen und damit auch die Möglich­keit Verant­wor­tung für das eigene Handeln zu tragen und daran zu wachsen. 

Auch wenn New Work den meisten Menschen noch ein Fremd­wort ist, hat sich das Konzept doch schon auf die ein oder andere Weise in der Arbeits­welt etabliert. Und der Digita­le Wandel wird dies noch weiter voran­trei­ben! Für alle Unter­neh­men, egal in welcher Branche, ist es wichtig, diesen Wandel als Chance willkom­men zu heißen und umzuset­zen. Bei diesem Prozess stehen wir Ihnen gerne als Partner zur Seite. 

Unser Ziel ist es, kleinen und mittel­stän­di­schen Unter­neh­men auf Ihrem Weg in die Digita­li­sie­rung zu helfen! Dies beinhal­tet auch die Umset­zung der Digita­li­sie­rung am Arbeits­platz. 

Auch in Zukunft wird sich Arbeit ständig wandeln. Bleiben Sie also am Ball!

Hier können Sie alles über unsere Success Story mit der Volks­bank Albstadt Immobi­li­en GmbH zum Thema Digita­li­sie­rung von Arbeits­plät­zen lesen.

Werfen Sie gerne noch einen kurzen Blick auf unsere Referen­zen.